Fella III vom Saarforst

Die Geschichte einer Saarforster Hündin, hier gezogen, in Serbien aufgewachsen, nach der VJP zu mir zurückgekommen, mit dem Ziel von mir abgeführt zu werden, um Hegewald und VGP zu laufen...

Diese viereinhalb Monate haben wir quasi protokolliert... im Zeitalter der Handyvideos keine Kunst...

Wir wünschen viel Spass beim Lesen und Schauen

Fella vom Saarforst : 

                 VJP 72 

                 HZP  188

                 Hegewald   228

                 VGP   1/321 ( Tagfährte)

Fella ist eine ausgesprochen freundliche und angenehme Hündin, niemals aggressiv gegen Mensch oder Hund...

sie ist superführig, man braucht keine Pfeife...lediglich im Wasser vergisst sie ihre guten Manieren...ist sie mal drin, kriegt man sie fast nicht mehr raus ( siehe auch Video unten).

Sie ist intelligent, unheimlich gelehrig ... Als ihr Besitzer Sinisa nach 3 Wochen das erste Mal kam, war er erstaunt, dass sie schon auf 100m den Fuchs freudig brachte und fragte quasi erschrocken nach, ob ich nicht alles zu schnell mache....

 

Sie ist nicht der Feldflitzer, sie sucht einen Tick langsamer, eine typische Drahthaarsuche.. ihre überragende Nase zeigt ihr Wild auf grosse Entfernungen an. Hier kommt auch zum Tragen, dass Fella in ihrer Heimat Hunderte von Fasanen zum Vorstehen hatte...Im übertragenen Sinne weiss sie, " wie der Hase läuft", wie man bei uns so schön sagt.

Für die Jagd kann man sich eigentlich nichts Besseres wünschen..

Man kann eigentlich nur Apportieren und Gehorsam dressieren, alles andere sind Anlagen, die man fördern muss...

Der Begriff Dressur hat so etwas Tierquälerisches in sich, aber der gute Abrichter zeigt sich darin, dass der Hund alles macht und sich dabei freut..Schauen Sie mal genau hin, bei allen Arbeiten wedelt der Hund mit der Rute, obwohl er das Kommando ausführen muss

Hier beginnen wir das Apportieren........sicheres Aufnehmen, Festhalten und Ausgeben...da kommt's drauf an

Die Krönung einer jeden Abrichtung ist das Bringen des Fuchses...

Bei mir hat auf über 60 VGP's noch nie ein und einen Fuchs liegen lassen... auch hier beachte man die freudige Ausführung...welches Trauerspiel sieht man manchmal auf Prüfungen....

mein Motto : Durch Zwang zur freudigen Arbeit....

 

Hat man die Stubendressur... oder Arbeit im Garten abgeschlossen, muss man das ganze in der freien Flur festigen..

 


Kommen wir jetzt zu den Prüfungen ....

Bei der HZP, die ich hier im Saarland führte, war alles normal, sprich alles im sehr guten Bereich. Wir sind schon froh, wenn wir jeden Hund zum Vorstehen bringen - Wild wird hier nicht ausgesetzt - da hat der Hund eben oft nur die Möglichkeit, ein Mal vorzustehen; daher sind die Noten 11 faktisch oft nicht möglich.

Bei der Hegewald ist alles anders, da liegen zwischen der Note 10 und der Note 11 schon Welten.

Die Richter schienen m.E. ihrer Aufgabe nicht gewachsen. Dass einem Hund, der 6 oder 7 mal bombenfest vorsteht, teilweise auf 30 m, eine 11 nicht zu verwehren ist, ist offensichtlich.Da müsste man doch auch in Nase eine 11 bekommen?

Zwei Suchengänge ohne einmal einzuwirken, und in Führigkeit eine 10.. das passt nicht...

Die Nase 11 haben wir letztendlich bekommen, dank der Wassergruppe, die war überzeugt, wenn ein Hund auf 40 m eine Ente in die Nase bekommt, dann kann das keine 10 sein.

Aber egal, in die Spitze wären wir nicht gekommen, die erste Hasenspur in einigermassen bewachsenem Gelände war eine Katastrophe; die zweite auf einem recht frisch gepflügten Acker war sehr gut - auch ich hätte da eine 10 gegeben.

Aber sonst hat Fella alles gezeigt, was sie kann. Bis auf die Hasenspur alles top, Sinisa war der glücklichste Mensch!

 

Fella auf der Hegewald

Sinisa mit mir zusammen...

Die Saarforster Crew

Das Schmuckwerk drumherum